Die Kartoffel von der Herkunft 
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Die Kartoffel in der Schweiz Die Kartoffel fristete lange ein Schattendasein in der Schweiz. Sie wurde ihrer Blüten wegen anfangs nur als Topfpflanze gehalten. Um 1700 herum gab es die ersten kleinen Kartoffel- äcker. Da die Knollen nicht zehntpflichtig waren, fürchteten die adeligen Herren um Ihre Ein- nahmen und suchten den Kartoffelanbau möglichst gering zu halten. So dauerte es sehr lange, bis sich der „Härdöpfel" in der Schweiz  durchsetzte. Anfänglich wurde die Knollen- frucht im Voralpen- und Alpengebiet angebaut, wo die Bauern ihr Land ohne Flurzwang bewirtschaften konnten. Am Ende des 18. Jahrhunderts erst wurde sie allmählich überall angebaut und als Volksspeise verwendet. In den 1840er Jahren vernichtete die Kraut- und Kartoffelfäulnis rund die Hälfte der europäischen Kartoffelernte.    
Die Einführung der Kartoffel in Europa steht in Zusammen- hang mit der Entdeckung Amerikas 1492 durch Christoph Kolumbus. Kartoffeln wurden lange zuvor bis auf 4000 Metern Höhe von den Indianern in den Anden angepflanzt und waren ein Grundnahrungsmittel.
Die ersten Kartoffeln dürften etwa 1562 aus den Anden auf die Kanarischen Inseln verschifft worden sein. Von Gran Canaria aus brachte man 1567 drei Fässer mit grünen Zitronen, Orangen und Kartoffeln in den Hafen von Antwerpen  und 1574 erreichten zwei Fässer mit Kartoffeln die Stadt Rouen. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden sie auch in England und Irland bekannt. Auf dem europäischen Kontinent breitete sie sich von Spanien her langsam aus, anfangs allerdings wegen der Farbenpracht ihrer weissen, rosa oder violetten Blüten vorwiegend in botanischen Gärten.
Während die Kartoffel in den letzten Jahrhunderten eine sehr grosse Rolle in der Ernährungs- sicherheit gespielt hat, ist sowohl der Konsum wie auch der Anbau in den letzten Jahren rückläufig. Pro Jahr essen wir rund 45 Kilo Kartoffeln. Der Selbstversorgungsgrad beträgt mehr als 90 Prozent.
1939 organisierten sich die Kartoffelproduzenten, -Händler und –Verarbeiter in der Schweizerischen Kartoffelkommission (seit 1999 Swisspatat). 1950 setzte in der Schweiz die industrielle Verarbeitung zu Kartoffelchips ein.
bis zur Verwertung
Unsere geliebte Rösti war ursprünglich das typische Bauernfrühstück der Deutschschweiz und ist heute ein Schweizer Nationalgericht, das beidseits des Rösti-Grabens beliebt ist. Jede Region hat ihre eigene Zubereitungsart.
Aus den Anden nach Europa
Geschichte